Vega stellt Universal-Radarsensor zur Füllstandmessung vor

2022-04-21 06:19:04 By : Mr. frank lin

Big Bang auf der heutigen Pressekonferenz von Vega: Mit einem neuen Radarsensor soll die bisherige Trennung zwischen Geräten zur Füllstandmessung von Flüssigkeiten und solchen zur Messung von Schüttgütern Geschichte sein. Und auch in Sachen SIL und Cyber-Security hat der Anbieter nachgelegt.

Günter Kech, Jürgen Skowaisa und Florian Burgert bei der Online-Pressekonferenz von Vega am 22. Februar 2022. (Screenshot des Vega-Videostreams).

Eine Million Radargeräte in der Anwendung und kein Ende in Sicht. Mit dieser plakativen Zahl eröffnete Vega-Geschäftsführer Günter Kech heute die virtuelle Pressekonferenz, die ganz im Zeichen eines neuen Radarsensors stand: Dem Vegapuls 6x. Dieser soll künftig die Unterscheidung von Geräten zur Messung von Flüssigkeiten oder Schüttgütern auflösen und das Umsatzwachstum des Anbieters aus Schiltach (2021: +18 % bzw. 517 Mio. Euro) weiter befeuern.

Mit den neuen Geräten folgt der Hersteller seiner Entwicklungs-Maxime, die Anwendung von Radargeräten zur Füllstandmessung radikal zu vereinfachen. Gestartet war Vega damit bereits 2003: Die Plics genannte Geräteplattform (siehe Textkasten) bildet bis heute die Grundlage – bei der Konzeption des modularen Konzepts für Gehäuse, Elektronik- und Prozessanschluss bewies das Unternehmen Weitblick.

Seit 2016 setzt der Hersteller bei seinen Entwicklungen konsequent auf die 80 GHz-Technik, die sich durch eine besonders enge Signal-Fokussierung, hohe Dynamik und damit einer hohen Sicherheit vor Störeinflüssen auszeichnet. Dazu kommt ein schmales Signalecho (Bandbreite), das es ermöglicht, die Abstände zwischen zu messender Oberfläche und Boden bzw. Oberfläche und Antenne zu verkleinern.

Mit der zweiten Sensor-Generation, die im neuen Radargerät genutzt wird, konnte der Hersteller diese Eigenschaften nun derart weiter ausprägen, dass die Unterscheidung zwischen Geräten für die Messung von Flüssigkeiten und solchen für das Erfassen von Schüttgütern entfallen kann. „Dieser Sensor wird den Markt deutlich verändern“, ist sich Produktmanager Jürgen Skowaisa sicher. Bei Schüttgütern sei es nun beispielsweise möglich, in Schüttgutsilos die Entfernung zwischen Sensor und Oberfläche von 80 auf 30 cm zu verringern und damit Silos besser auszunutzen.

„Früher musste man viel zur Technologie wissen und war sich oft nicht sicher, ob man der richtigen Sensor für die Anwendung ausgewählt hatte“, so Skowaisa, „mit dem neuen Sensor werden wir den Markt deutlich verändern. Ausgangspunkt ist dabei ein Online-Konfigurator, bei dem die Anwendung im Mittelpunkt steht, verdeutlichte Florian Burgert, International Product Manager bei Vega.

Ausgehend von der Applikation folgt dann die Auswahl des Prozessanschlusses und aller weiteren Merkmale. Zudem können Messparameter wie Behälterhöhe, Distanz oder Abstände bereits bei der Bestellkonfiguration eingestellt werden. „Wir haben sehr viel Aufwand getrieben, um die Bedienung weiter zu vereinfachen. Durch die intelligente Elektronik sowie die bessere Messdynamik und Bandbreite ist es möglich, sehr viele Parameter wegzulassen, die der Anwender bisher selbst konfigurieren musste“, so Skowaisa.

Der Hersteller hat mit der Entwicklung der Vegapuls 6x-Geräte zudem eine Lücke im Programm seiner 80 GHz-Geräte geschlossen: Eine Variante für SIL-Anwendungen. Denn Geräte, die die Anforderungen an die Funktionale Sicherheit nach IEC 61508 erfüllen sollen, müssen von Grundauf anders entwickelt werden. „Wir haben uns Zeit gelassen, um unsere Anwendungserfahrungen in  die Entwicklung einfließen zu lassen, und so ein bislang nicht erreichtes Maß an Sicherheit erreicht“, erklärt Burgert.

Ein Maß dafür sind die Ausfallraten. So seien bei marktüblichen Radargeräten zur Füllstandmessung in SIL-Applikationen bis zu 1.200 sichere unentdeckte Ausfälle in 109 Stunden (114.000 Jahre) ein üblicher Wert. Der neue Sensor übertrifft laut Hersteller diese Sicherheit um fast das Zehnfache (158 Ausfälle in 109 Stunden). Bei den gefährlichen unentdeckten Ausfällen liegt der neue Sensor mit 44 ebenfalls unter dem Marktdurchschnitt von 110/109h.

Erreicht werde dies durch einen ausgeklügelten Selbsttest, bei dem das Testsignal ganz vorne an der Antenne eingespeist wird und damit die komplette Messkette von der Antenne bis zum Sensor berücksichtigt wird. Dazu kommt, dass sich die Aussfallrate durch regelmäßige Proof-Tests nahe gegen Null drücken lasse, so Burgert.

Mit dem Safety Integrity Levels (SIL) nach DIN/EN 61511 wurde im Jahr 2001 eine neue Betrachtungsweise in die Sicherheitstechnik eingeführt: Nicht mehr die einzelne Komponente eines Sicherheitskreises steht im Mittelpunkt der Betrachtung, sondern das komplette sicherheitsinstrumentierte System (SIS). Um die Sicherheit quantitativ bewerten zu können, muss die Zuverlässigkeit der Schutzfunktion bewertet werden. Deshalb steht die Funktionssicherheit der Schutzfunktion – das ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese im Anforderungsfall nicht funktioniert (Probability of Dangerous Failure on Demand, PFD) – im Zentrum der SIL-Betrachtung.

Einen Ausführlichen Beitrg über die Berechnung von PFD und die Implikationen für die Prüfintervalle von Sicherheitseinrichtungen (zu denen auch Füll- und Grenzstandmessgeräte zählen können) lesen Sie hier.

Auch für die SIL-Anwendungen hatten die Entwickler die Einfachheit der Anwendung im Blick: Denn das Anfahren von Endpunkten in großen Behältern ist bei der Inbetriebnahme in der Praxis häufig extrem aufwändig. Anhand von Fragen, die der Anwender bei der Inbetriebnahme beantwortet, entscheidet der neue Sensor, ob die sicherheitsgerichtete Anwendung einfach genug ist, dass die Inbetriebnahme mit konstantem Füllstand oder – bei bekannter und einfacher Behältergeometrie – sogar ohne Medium möglich ist. Anschließend wird die SIL-Dokumentation automatisch vom Sensor erstellt.

Obwohl sich die SIL-Geräte in der Hardware nicht von den reinen Füllstand-Radargeräten unterscheiden, muss die SIL-Option allerdings bei der Bestellung gewählt werden, um die Software- und Dokumentationsfunktionen freizuschalten.

Wie die Entwicklung von SIL-Geräten erfordert auch der Aspekt Cybersecurity bzw. IT-Sicherheit eine eigene strukturierte Vorgehensweise bei der Hard- und Softwarentwicklung. Hier nutzt der Hersteller die Vorgaben der IT-Sicherheitsnorm IEC 62443. „Wir sind der Erste Anbieter von Radargeräten, der SIL und IT-Sicherheit in einem Sensor kombiniert“, stellt Jürgen Skowaisa fest.

Um das neue Gerät auch in hygienischen Prozessen der Pharma- und Lebensmittelindustrie nutzen zu können, nutzt der Hersteller die im vergangenen Jahr für die Basic-Gerätereihe vorgestellten Hygieneadapter. Der Anschluss erfüllt dabei die Vorgaben der European Hygienic Design Group (EHEDG) sowie des im Lebensmittelbereich wichtigen 3A-Standards.

Für die Chemie bzw. Petrochemie konnte der Druck- und Temperaturbereich der Geräte erweitert werden: Statt der bislang meist mit Kunststoff (PTFE oder PEEK) gefüllten Antennen können nun auch solche mit keramischer Füllung ersetzt werden, wodurch Anwendungen von -196 bis 450 °C, Drücke von Vakuum (-1 bar) bis 160 bar möglich werden.

Fazit: Mit dem Vegapuls 6x hat Vega sein vor knapp 20 Jahren eingeführtes Prinzip der „einfachen Radarmessung“ weiter auf die Spitze getrieben. Vor allem die SIL-Variante dürfte bei Anwendern in der Chemie Anklang finden und den Geräteabsatz des Herstellers aus dem Schwarzwald weiter befeuern.

Das von Vega 2003 eingeführte Plics-Konzept hatte eine radikale Vereinfachung der Füllstand- und Druckmesstechnik zum Ziel. Einheitliche kompakte Gehäuse, das Vermeiden von Bedienfehlern durch ein einheitliches Bedienkonzept sowie kurze Lieferzeiten standen im Pflichtenheft. Dazu kommt der Anspruch, dass die jeweils neueste Bediensoftware alle früheren Geräte bedienen kann. Zehn Jahre nach der Einführung waren im Jahr 2013 rund 1,4 Mio. Plics-Geräte verkauft. Darunter 100.000 Freistrahl-Radargeräte zur Füllstandmessung von Schüttgütern (siehe CT-Bericht).

Zu den wichtigsten Entwicklungen gehören das Schüttgut-Radar mit Parabolantenne Vegapuls 68 (2004), bereits 2007 die drahtlose Funkkommunikation, Geräte für SIL-Anwendungen (2009) sowie die SIL-Funktionsprüfung (2010). Daneben  Differenzdruckmessumformer Vegadif und Mikrowellenschranken. 2011 kam schließlich das Schüttgutradar Vegapuls SR68 und 2012 die geführten Mikrowellegeräte TDR-Sensoren (Vegaflex Serie 80) hinzu.

Die nächste Stufe zündete Vega 2016 mit den 80 GHz-Radargeräten Vegapuls 64 und 69. Die hohe Frequenz sorgt dabei für eine starke Fokussierung des Messstrahls und eine Genauigkeit. Die Geräte können auch durch Kunststoff- und Glaswände hindurch messen. Die Entwicklung fand im Markt großen Anklang: Kaum zwei Jahre später hatte der Hersteller 100.000 80-GHz-Geräte verkauft.

2019 ergänzte Vega sein Programm um Drucksensoren und Grenzschalter für hygienische Prozesse sowie preisgünstige Radarsensoren für Wasser- und Abwassertechnik (Vegapuls). Diese kompakten Geräte folgen allerdings genausowenig dem Plics-Ansatz, wie die gleichzeitig angekündigten autarken Radarsensoren für IIoT (IBC-Logistikanwendungen), die ihre Werte in die Cloud funken.

2021 nun der Vegapuls 6x, der sowohl in Flüssigkeits- als auch Schüttgutanwendungen sowie SIL-Kreisen eingesetzt werden kann.

Mit autarken Radarsensoren geht Vega die Füllstandmessung von mobilen Containern oder schwer erreichbaren Behältern an entlegenen Orten an. Hier geht es zum Bericht.

13.04.22: Gasunie, HES International (HES) und Vopak wollen gemeinsam ein Importterminal für grünes Ammoniak als Wasserstoffträger entwickeln. Die Unternehmen haben eine entsprechende Absichtserklärung für ein Terminal in Rotterdam unterzeichnet. Noch in diesem Quartal soll mit der grundlegenden Planung des Importterminals begonnen werden. Das Terminal, das im Rotterdamer Hafen (Maasvlakte) unter dem Namen ACE Terminal entstehen soll, könnte 2026 in Betrieb gehen. Zur Meldung. (Bild: Gasunie)

29.03.22: Der Energiekonzern E.on hat eine Partnerschaft mit Fortescue Future Industries geschlossen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen bis 2030 einen Weg finden, um jährlich 5 Mio. t grünen Wasserstoff von Australien nach Europa bringen. Hier geht's zur Nachricht. (Bild: AA+W – stock.adobe.com)

28.03.22: Sunfire soll einen 20-MW-Elektrolyseur für die erste großtechnische Produktionsanlage für grünen Wasserstoff in Finnland liefern. Für das Gesamtprojekt in Harjavalta investiert das finnische Unternehmen P2X Solutions 70 Mio. Euro. Hier gibt's alle Infos. (Bild: Sunfire)

23.03.22: Der Energiekonzern RWE plant die Errichtung eines Import-Terminals für das Wasserstoff-Derivat Ammoniak am Elbehafen Brunsbüttel. Das Projekt soll „zeitnah“ realisiert werden und in unmittelbarer Nähe zum geplanten LNG-Terminal entstehen. Alle Hintergründe. (Bild: Brunsbüttel Ports)

22.03.22: Uniper will gemeinsam mit dem Öl- und Gaskonzern Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Möglichkeiten für den Wasserstofftransport nach Deutschland untersuchen. Dabei soll die LOHC-Technologie von Hydrogenious zum Einsatz kommen. Zur ganzen Nachricht. (Bild: Adnoc)

08.03.22: Der amerikanische Motorenhersteller Cummins hat in Herten ein neues Produktionszentrum für Wasserstoff-Brennstoffzellen in Betrieb genommen. Die Anlage hat eine anfängliche Produktionskapazität von 10 MW pro Jahr für die Entwicklung und Montage von Brennstoffzellensystemen. Mit dem neuen Standort im nordrhein-westfälischen Herten treibt das Unternehmen den Ausbau seiner alternativen Energien weiter voran und will die Einführung von Wasserstofftechnologien in Europa beschleunigen. Die Anlage hat eine anfängliche Produktionskapazität von 10 MW pro Jahr für die Entwicklung und Montage von Brennstoffzellensystemen. Die Anlage ergänzt die bestehenden Standorte des US-Unternehmens für alternative Energien in Großbritannien, Belgien und Deutschland. Hier geht es zum Bericht. (Bild: Cummins)

18.02.22: Der Wasserstoff-Elektrolysespezialist H-Tec Systems wird für das Forschungsprojekt "Renewable Gasfield" der Energie Steiermark einen PEM-Elektrolyseur zur Erzeugung von grünem Wasserstoff liefern. Die Anlage ergänzt dort eine Biogas-Produktion. Die Produktionsanlage „Renewable Gasfield“ wird unter der Projektleitung von E-Steiermark im südsteierischen Gabersdorf errichtet. Im Rahmen eines ganzheitlichen Power-to-Gas-Ansatzes soll erneuerbare Energie mithilfe von Elektrolyse in grünen Wasserstoff umgewandelt werden. Hier geht es zum Bericht. (Bild: H-Tec Systems )

14.02.22: Der US-Industriegasehersteller Air Products und der Hafenbetreiber Hamburg Port Authority haben eine Absichtserklärung für den Aufbau einer Wasserstoff-Wertschöpfungskette im Hamburger Hafen unterzeichnet. Zunächst sollen mögliche Lieferketten erkundet werden. Die Zusammenarbeit zielt darauf, realisierbare Möglichkeiten zu finden, um die Nachfrage nach Wasserstoff zu erhöhen und somit die Dekarbonisierung von Schwerlastfahrzeugen (auch in der Hafenlogistik) und von der Industrie voranzutreiben. Hier geht es zum Bericht. (Bild: Hamburg Port Authority/Martin Elsen )

11.02.22: Der Industriegase-Konzern Linde hat mit der BASF einen Langfrist-Vertrag zur Lieferung von Wasserstoff und Dampf unterzeichnet. Dazu will das Unternehmen seine Produktiosnkapazität im französischen Chalampé verdoppeln. Linde will dazu eine neue Wasserstoffproduktionsanlage in Chalampé (Frankreich) planen, bauen und betreiben. Damit verdoppelt das Unternehmen seine derzeitigen Kapazitäten im Chemiepark Chalampé, wo das Unternehmen bereits eine Produktionsanlage betreibt. Diese zweite Anlage wird die neue Hexamethylendiamin-Produktionsanlage der BASF beliefern. Der Konzern aus Ludwigshafen hatte Mitte Januar angekündigt, an dem Standort im Elsass 300 Mio. Euro investieren zu wollen. Hier geht es zur Meldung. (Bild: thomaseder - stock.adobe.com )

02.02.22: Der Chemieanlagenbauer CAC hat vom französischen PVC-Hersteler Kem One einen Großauftrag für den Bau einer Chlor-Alkali-Elektrolyse erhalten. Es ist der größte derartige Auftrag in der Geschichte des Anlagenbauers aus Chemnitz. Mit dem Projekt will Kem One im französischen Fos-Sur-Mer die bestehende Diaphragma-Elektrolyseanlage ersetzen. Das EPCm-Projekt ist mit einem Auftragsvolumen von 57 Millionen Euro ist es der größte Auftrag dieser Art in der Firmengeschichte des Chemnitzer Unternehmens. Hier geht es zum Bericht. (Bild: CAC)

28.01.22: Der norwegische Düngemittelhersteller Yara hat mit Linde Engineering einen Vertrag zur Lieferung einer Demonstrationsanlage geschlossen. Die 24-MW-PEM-Elektrolyse soll grünen Wasserstoff in der Ammoniak-Produktionsanlage von Yara im Herøya Industripark in Porsgrunn, Norwegen, liefern. Das Projekt ist Teil des Plans, Kohlendioxid-Emissionen aus der Düngemittelproduktion in Norwegen deutlich zu reduzieren. Das Projekt basiert auf der Wasserelektrolyse, bei der grüner Wasserstoff erzeugt wird. Hier geht es zur Projektmeldung. (Bild: Yara)

25.01.22: Linde Engineering hat in Dormagen eine Demonstrationsanlage zur Entnahme von Wasserstoff aus Erdgasströmen in Betrieb genommen. Als weltweit erste Real-Scale-Anlage nutzt sie dazu eine Membrantechnologie von Evonik. Um zukünftig große Mengen an Wasserstoff zu transportieren, könnte er Erdgas zugespeist und so in das bestehende Leitungsnetz eingeleitet werden. Das Mischgas kann typischerweise einen Wasserstoffanteil zwischen 5 und 60 % aufweisen. Hier geht es zur Meldung. (Bild: Linde)

11.01.22: Das nächste Wasserstoff-Projekt wird konkret: Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers hat mit Shell einen Liefervertrag für das Großprojekt ‚Hydrogen Holland I‘ im Hafen von Rotterdam in den Niederlanden unterzeichnet. Hier gibt's alle Details zur Vereinbarung. (Bild: Thyssenkrupp )

07.01.22: Der Energiekonzern RWE plant in Lingen den Bau zweier 100-MW-Elektrolyseanlagen für grünen Wasserstoff. Die Genehmigungsplanung für das Projekt soll der Industriegase-Konzern Linde übernehmen. Zur Meldung. (Bild: RWE)

22.12.21: Der Augsburger Wasserstoff-Technologie-Experte H-Tec Systems wird Teil des Wasserstoff-Leitprojekts H2Giga zur Erforschung der serienmäßigen Produktion von PEM-Elektrolyse-Stacks und -Elektrolyseuren. Zur Meldung. (Bild: H-Tec Systems)

13.12.21: Der norwegische Düngemittelhersteller Yara soll der japanischen Sumitomo Chemical Co. sauberes Ammoniak liefern. Die beiden Unternehmen haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Zur Meldung. (Bild: Yara)

10.12.21: Der Energiekonzern RWE und das Japanische Turbinenhersteller Kawasakki wollen in Lingen eine der weltweit ersten Wasserstoff-fähigen Gasturbinen im Industriemaßstab installieren. Obwohl wirtschaftlich fraglich, könnte das Projekt Flexibilität in der Energieversorgung bringen. Mit der wasserstoffbetriebenen Gasturbine soll im RWE Gaskraftwerk Emsland die Rückverstromung von Wasserstoff erprobt werden. Das Vorhaben ist laut RWE eines der ersten weltweit, bei dem eine Gasturbine 100 % Wasserstoff in industriellem Maßstab in Strom umwandelt. Die Anlage mit einer Leistung von 34 Megawatt (MW) könnte Mitte 2024 in Betrieb gehen. Hier geht es zum Bericht. (Bild: RWE)

17.11.21: Green Fuel und Haldor Topsoe wollen gemeinsam effiziente und skalierbare Technologien für die Produktion von grünem Ammoniak in Island entwickeln. In einer aktuellen Absichtserklärung geht es auch um weitere Geschäftsmöglichkeiten in dem Zukunftsbereich. Die Vereinbarung soll es den beiden Unternehmen außerdem ermöglichen, weitere Geschäftsmöglichkeiten im Bereich grünes Ammoniak zu erkunden. Hier geht es zum Bericht. (Bild: Haldor Topsoe )

21.10.21: Der Chemiekonzern Ineos und Industriepark-Betreiber Currenta planen gemeinsamen den Aufbau und Betrieb einer 100-Megawatt-Wasserelektrolyse zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Dieser soll direkt in die von Ineos in Köln betriebene Ammoniak- und Methanolproduktion fließen. Das Vorhaben unter der Projektbezeichnung ChemCH2ange soll den Projektpartnern zufolge Treibhausgasemissionen von über 120.000 t/a ermöglichen. Hier geht es zum Bericht. (Bild: Currenta)

Oktober 2021: Auf der schottischen Orkney-Insel Flotta soll eine Großanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Windstrom entstehen. In das Vorhaben sind namhafte Unternehmen der Energiebranche eingebunden. Das von der Green Investment Group von Macquarie, Total Energies und dem schottischen Projektentwickler Renewable Infrastructure Development Group (RIDG) gebildete Konsortium Offshore Wind Power Limited (OWPL) hat angekündigt, dass es die Nutzung von Offshore-Windenergie für die Produktion von grünem Wasserstoff in industriellem Maßstab auf der Insel Flotta in Orkney, Schottland, untersucht Zum ausführlichen Bericht (Bild: Flotta Hydrogen Hub)

Oktober 2021: Der britische Petrochemie-Konzern Ineos will bis 2045 am Standort Grangemouth 1 Mrd. Pfund investieren. Schwerpunkt bilden dabei Maßnahmen zur Dekarbonisierung. Bereits bis 2030 sollen massive CO2-Einsparungen erreicht werden.Bis 2030 will das Unternehmen über 60 % der Emissionen einsparen, bis 2045 soll das Netto-Null-Emissionsziel im Hinblick auf das Treibhausgas Kohlendioxid erreicht werden. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Marcus - stock.adobe.com)

Oktober 2021: Thyssenkrupp gibt beim Thema Wasserstoff-Elektrolyse weiter Gas: Der Technologie- und Anlagenbaukonzern hat angekündigt, seine Elektrolysekapazität auf 5 GW/a auszubauen - auch, weil das BMBF großzügig fördert.Innerhalb von vier Jahren will Thyssenkrupp bis 2025 seine Technologieführerschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette grüner Chemikalien weiter ausbauen, Dabei geht es um die serienmäßige Herstellung großskaliger Wasser-Elektrolyseure (H2Giga), die Erzeugung von synthetischen Kraftstoffen, grünem Ammoniak, grünem Methanol und synthetischem Methan auf See (H2Mare) sowie Transport- und Umwandlungstechnologien von Wasserstoff, wie das Ammoniak-Cracking (TransHyDE). Zum ausführlichen Bericht (Bild: Thyssenkrupp)

September 2021: Wasserstoff made in Germany: Das Bundeswirtschafts- und das Bundesverkehrsministerium haben kürzlich aus über 230 Projektskizzen 62 förderungswürdige Wasserstoff-Großprojekte ausgewählt, die mit 8 Mrd. Euro staatlichen Mitteln von Bund und Ländern gefördert werden sollen. Wir stellen Ihnen hier zehn mit einer bereits geplanten industriellen Anwendung vor. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Chaotic Photography - stock.adobe.com)

September 2021: Im Energiepark Bad Lauchstädt wollen verschiedene Projektpartner grünen Wasserstoff – von der Herstellung bis zum Einsatz – unter realen Bedingungen im industriellen Maßstab untersuchen. Das Projekt erhielt nun eine Förderung über rund 34 Mio. Euro.Ziel des Projekts ist es, im südlichen Sachsen-Anhalt die gesamte Wertschöpfungskette für Grünen Wasserstoff abzubilden. Dabei wird erneuerbarer Strom aus einem neu zu errichtendem Windpark mittels einer Großelektrolyse-Anlage mit einer Leistung von rund 30 MW in Wasserstoff umgewandelt und über eine 20 km lange Gasleitung nach Leuna geleitet. Zudem sollen die entscheidenden Vorarbeiten getätigt werden, um den produzierten grünen Wasserstoff in einer eigens dafür ausgestatteten, knapp 180 m hohen Salzkaverne ab 2026 zwischenspeichern zu können. Das Vorhaben hat ein Gesamt-Investitionsvolumen von rund 140 Mio. Euro. Zum ausführlichen Bericht (Bild: BMWi)

September 2021: Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wird noch lange wirtschaftlich nicht wettbewerbsfähig sein. Der Thinktank Agora Energiewende hat die politischen Instrumente analysiert, mit denen die Kostenlücke zwischen grünem und grauem bzw. blauem Wasserstoff geschlossen werden kann.F ür die Experten der Agora Energiewende ist unstrittig, dass Wasserstoff eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaneutralität in verschiedenen Sektoren spielen wird. Im Einklang mit dieser Erkenntnis hätten die politischen Entscheidungsträger in Europa aktiv Strategien zur Entwicklung von Wasserstoff verabschiedet. Doch auch bei massiv teureren Kohlenstoffzertifikate wird erneuerbarer Wasserstoff voraussichtlich noch bis in die 2030er Jahre nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig zu konventionell aus fossilen Energieträgern hergestelltem Wasserstoff sein. Zum ausführlichen Bericht (Bild: malp - stock.adobe.com)

August 2021: RWE und das ukrainische Energieunternehmen Naftogaz planen, zukünftig entlang der gesamten Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff zusammenzuarbeiten. Dafür wollen die Partner in der Ukraine produzierten Wasserstoff nach Deutschland exportieren.RWE und Naftogaz haben vereinbart, neben der Wasserstoff-Wertschöpfungskette auch die von Derivaten wie Ammoniak, die in der Ukraine produziert werden, zu prüfen. Dafür wollen die Partner zunächst die Produktion und Speicherung von grünem Wasserstoff und Ammoniak in der Ukraine vorantreiben. Der Export nach Deutschland soll unter dem Aspekt der H2Global-Initiative der deutschen Regierung für Importe von grünem Wasserstoff, der außerhalb der EU produziert wird, stattfinden. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Naftogaz)

August 2021: Linde liefert grünen Wasserstoff an InfineonLinde hat mit Infineon vereinbart am Standort Villach in Österreich grünen Wasserstoff zu produzieren und zu speichern. Um den Wasserstoff für die Halbleiter-Fertigung von Infineon herzustellen, plant Linde einen 2-MW-PEM-Elektrolyseur in Villach.n seinem Standort in Österreich will Infineon zukünftig grünen Wasserstoff bei der Halbleiter-Fertigung nutzen. (Bild: Infineon) Linde soll neben dem Wasserstoff auch weitere Industriegase an Infineon liefern. Dafür baut der Gaslieferant neben dem Elektrolyseur auch eine Luftzerlegungs-Anlage am Standort Villach. Diese soll die Versorgung mit Stickstoff für die Fertigung ermöglichen. Zudem will Linde noch ein Lagersystem für zusätzliche Industriegase einrichten, damit Infineon seinen wachsenden Bedarf decken kann. Die neuen Anlagen sollen 2022 in Betrieb gehen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Infineon)

August 2021: Air Liquide plant, durch den Bau eins PEM-Elektrolyseurs klimaneutralen Wasserstoff zu erzeugen. Den will das Unternehmen in seine bestehende Wasserstoff-Pipeline integrieren, um emissionsfreie Mobilität im Raum Rhein-Ruhr zu fördern.Den Protonen-Exchange-Membran-Elektrolyseur (PEM) will Air Liquide in einer ersten Phase mit einer Leistung von 20 MW bereits 2023 in Betrieb nehmen, mit einem Wasserstoff-Produktionsvolumen von 2.900 t/a. In einer zweiten Phase will das Unternehmen die Kapazität dann auf 30 MW erhöhen. Damit ist der Elektrolyseur laut Unternehmensaussage die größte Produktionsanlage von grünem Wasserstoff in Deutschland, die an eine bestehende Wasserstoff-Infrastruktur angeschlossen wird. Die technologische Lösung für das Projekt entwickelt der Gasanbieter Air Liquide gemeinsam mit Siemens Energy. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Photodiod - stock.adobe.com)

Juli 2021: Shell und Uniper wollen bei der Produktion und Nutzung von Wasserstoff intensiver zusammenarbeiten. Dabei geht es den beiden um bestehende, aber auch um neue Projekte in Europa. Dazu wollen die beiden Unternehmen zunächst gemeinsam Synergien heben, um bestehende Projekte in Deutschland, den Niederlanden und anderen europäischen Ländern zu beschleunigen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht laut den Partnern aber, zukünftige Möglichkeiten zu erkunden. Dazu gehört auch die notwendige Infrastruktur für den großvolumigen Transport von Wasserstoff von den Häfen Rotterdam und Wilhelmshaven nach Nordrhein-Westfalen (NRW). Außerdem soll ein gegenläufiger Transport von CO2 aus NRW stattfinden. Eines der konkreten Projekte im Fokus der Kooperation soll die ehemalige Rheinland-Raffinerie sein, die Shell aktuell in einen Chemie- und Energiepark umwandelt. Am 2. Juli hat Shell dort einen 10-MW-PEM-Elektrolyseur zu Herstellung von grünem Wasserstoff in Betrieb genommen und arbeitet mit Partnern daran, die Kapazität auf 100 MW zu erweitern. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Shell)

Juli 2021: Der Anlagenbauer Technip Energies hat von Horisont Energi den Auftrag für eine Konzeptstudie zum Bau einer kohlenstoffneutralen Ammoniakanlage in Hammerfest, Nowegen, erhalten.Die geplante Anlage wird Europas erste großtechnische blaue Ammoniak-Anlage beinhalten, die auf der Syncor Ammonia-Technologie von Haldor Topsøe aufbaut. Mehr als 99% des entstehenden CO2 werden während des Produktionsprozesses abgeschieden und gespeichert. Wenn bei der Produktion von Ammoniak oder Wasserstoff aus fossilen Energieträgern das entstehende Kohlendioxid abgeschieden und gespeichert wird, spricht man von "blauem" Ammoniak oder blauem Wasserstoff. Die Speicherung soll bei dem Projekt durch den Transport des gesamten CO2 vor die Küste erfolgen, wo es in ein großes geologisches Reservoir unter dem Meeresboden injiziert wird. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Toreven - stock.adobe.com)

Juli 2021: Mit einem symbolischen Spatenstich ist im bayrischen Wunsiedel eines der größten grünen Wasserstoffprojekte gestartet worden: Siemens Smart Infrastructure realisiert das Projekt und plant die Inbetriebnahme bereits im Sommer 2022.Im Energiepark Wunsiedel soll eine Wasserstofferzeugungsanlage mit einer Anschlussleistung von 8,75 MW entstehen. Bild: Siemens In Wunsiedel sollen ab Mitte 2022 jährlich bis zu 1.350 Tonnen Wasserstoff ausschließlich mit regenerativer Energie zum Beispiel aus Photovoltaik oder Windkraft hergestellt werden. Durch den Einsatz dieses Wasserstoffs in Verkehr und Industrie können jährlich bis zu 13.500 Tonnen CO2 vermieden werden. Siemens Smart Infrastructure errichtet als Generalunternehmer die Gesamtanlage, und Siemens Financial Services (SFS) beteiligt sich an der Eigenkapitalfinanzierung sowie mit einem Anteil von 45 % an der Betreibergesellschaft Wun H2. Der Elektrolyseur wird von Siemens Energy geliefert. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Siemens)

Juni 2021: Der Mineralöl-Konzern Total Energies hat mit verschiedenen Partnern das e-CO2Met-Projekt in Leuna gestartet. Dort soll Methanol aus kohlenstoffarm produziertem Wasserstoff und abgetrenntem Kohlendioxid hergestellt werden. Schon derzeit produziert Total Energies in der Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna rund 700.000 t/a Methanol auf Basis fossiler Rohstoffe und ist damit nach eigenen Angaben der größte Methanolproduzent in Europa. Der Anspruch ist nun, klimaneutrales Methanol vor Ort zu produzieren. Dazu sollen in dem Demonstrationsprojekt das Zusammenspiel von drei Prozessen getestet werden: die Nutzung von CO2 aus der Raffinerie, die Verwendung von grünem Wasserstoff, der durch Hochtemperatur-Elektrolyse erzeugt wird, und die anschließende Methanolsynthese auf der Skalierungsplattform Hy2Chem. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Thomas - stock.adobe.com)

Juni 2021: Der Hafenbetrieb Rotterdam hat eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer neuen Pipelineverbindung nach Deutschland gestartet. Die Leitung mit dem Namen „Delta Corridor“ soll vor allem Wasserstoff transportieren.Die vorgesehene unterirdische Trasse des Delta Corridor verläuft von Rotterdam über Moerdijk, Tilburg und Venlo zum Industriepark Chemelot in der niederländischen Provinz Limburg und weiter nach Nordrhein-Westfalen. Die Pipelines sollen den Transport von „verschiedenen Produkte“ ermöglichen – neben Wasserstoff könnten auch Pipelines für CO2, LPG und Propylen entstehen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Port of Rotterdam)

Juni 2021: Der Anlagenbauer Worley hat vom Energiekonzern Shell einen Auftrag über Engineering Services zum Bau einer Wasserstoffanlage erhalten. Die 200 MW-Elektrolyseanlage soll im Industriehafen Maasvlakte II bei Rotterdam entstehen.Nach der Fertigstellung wird das Projekt eine der größten kommerziellen Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff weltweit sein. Das Projekt unterstützt direkt unsere Absichtserklärung, eine nachhaltigere Welt zu schaffen. Das Projekt Holland Hydrogen I von Shell wird auf der Tweede Maasvlakte im Hafen von Rotterdam in den Niederlanden angesiedelt sein. Eine endgültige Investitionsentscheidung soll noch in diesem Jahr getroffen werden. Welche aktuell größten Wasserstoffprojekte in Europa angeschoben werden, lesen Sie hier. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Thomas - stock.adobe.com)

Juni 2021: Der Mineralöl-Konzern Total Energies hat mit verschiedenen Partnern das e-CO2Met-Projekt in Leuna gestartet. Dort soll Methanol aus kohlenstoffarm produziertem Wasserstoff und abgetrenntem Kohlendioxid hergestellt werden. Schon derzeit produziert Total Energies in der Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna rund 700.000 t/a Methanol auf Basis fossiler Rohstoffe und ist damit nach eigenen Angaben der größte Methanolproduzent in Europa. Der Anspruch ist nun, klimaneutrales Methanol vor Ort zu produzieren. Dazu sollen in dem Demonstrationsprojekt das Zusammenspiel von drei Prozessen getestet werden: die Nutzung von CO2 aus der Raffinerie, die Verwendung von grünem Wasserstoff, der durch Hochtemperatur-Elektrolyse erzeugt wird, und die anschließende Methanolsynthese auf der Skalierungsplattform Hy2Chem. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Total Energies)

Juni 2021: Der Automatisierungsanbieter ABB will mit dem Schweizer Energieversorger Axpo in Italien modulare Anlagen und ein optimales Betriebsmodell zur Produktion von kostengünstigem grünem Wasserstoff entwickeln. In einem ersten Schritt wollen die Kooperationspartner Machbarkeitsstudien durchführen, um Möglichkeiten zur Senkung der Betriebskosten und zur Reduktion der Kohlenstoffbilanz zu untersuchen. Auf diese Weise sollen Synergien identifiziert werden, die die Standardisierung, Modularisierung sowie die effiziente und flexible Erzeugung von grünem Wasserstoff unterstützen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: ABB)

Mai 2021: Im Rahmen der Phase II seines Projektes Hy-Synergy plant Everfuel eine Elektrolyseanlage zur Produktion von Wasserstoff mit einer Leistung von 300 MW. Die Inbetriebnahme am Standort Fredericia, Dänemark, ist für 2024 geplant.Die Hy-Synergy Phase II beinhaltet einen signifikanten Scale-up in der Produktion von grünem Wasserstoff. Dieser soll in emissionsfreier Mobilität sowie als Rohstoff für verschiedene regenerative Kraftstoffe dienen. Die fertige Anlage soll eingesparte CO2-Emissionen von rund 214.000 t/a ermöglichen. Dänemark will seine Emissionen bis 2030 insgesamt um 70 % senken. Der ebenfalls in der Anlage produzierte Sauerstoff soll zur Abscheidung von Kohlenstoff dienen und die Emissionen der Raffinerie in Fredericia um 25 % reduzieren, indem der grüne Wasserstoff für die Produktion von Benzin, Diesel, DME und M85 mit einem geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck verwendet wird. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Bluedesign stock.adobe.com)

Mai 2021: Die deutschen Stahlunternehmen Thyssenkrupp und HKM sowie der Hafen Rotterdam wollen gemeinsam eine internationale Lieferkette für Wasserstoff etablieren. Das Projekt ist Teil der Transformation zu klimaneutralem Stahl.Bisher haben die Stahlhersteller Thyssenkrupp und Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) Kohle, Eisenerz sowie weitere Rohstoffe über ein eigenes Terminal in Rotterdam importiert. Um Stahl klimaneutral zu produzieren, würden die Unternehmen große Mengen Wasserstoff anstelle von Kohle benötigen. Die Zusammenarbeit der Stahlkonzerne mit dem Hafen Rotterdam soll prüfen, wie Wasserstoff über Rotterdam international importiert und ein Pipeline-Korridor zwischen Rotterdam und Duisburg ermöglicht werden könnte. Dabei soll das Vorhaben bereits bestehende Initiativen und Projekte, an denen die Partner beteiligt sind, unterstützen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Thyssenkrupp)

Mai 2021: Das schwedische Konsortium Liquid Wind hat einen FEED-Auftrag an Worley vergeben: Im Nordosten Schwedens soll eine Anlage für die Produktion von Methanol mittels Windenergie entstehen.Mit dem Front-end Engineering und Design (FEED) unterstützt Worley das Industriekonsortium Liquid Wind am Standort Örnsköldsvik bei der Technologie-Integration, insbesondere dem Verbund mit dem Kraftwerk Övik Energi. Die Betreiber planen eine Produktionskapazität von 50.000 t/a Methanol. Als Ausgangsstoffe sollen Kohlendioxid aus einem Biomasse-Kraftwerk und grüner Wasserstoff dienen. Das produzierte Methanol dient als nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen. Baubeginn soll 2022 sein, die Produktion soll 2024 beginnen. Bis 2050 will Liquid Wind insgesamt 500 ähnliche Anlagen errichten. Dafür will Worley gemeinsam mit dem Konsortium ein modularisiertes Anlagenkonzept entwickeln. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Liquid Wind)

Mai 2021: BASF und RWE wollen den Chemiestandort Ludwigshafen zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz machen. Ziel des Projektes ist es, mit Strom aus einem neuen Offshore-Windpark die Basischemikalien-Produktion zu elektrifizieren und Wasserstoff herzustellen.Das gemeinsame Projekt des Chemiekonzerns BASF und des Energielieferanten RWE heißt Offshore-to-X. Dafür will RWE einen Offshore-Windpark in der deutschen Nordsee entwickeln, bauen und betreiben. BASF soll eine Beteiligung daran erhalten. Über eine Netzanbindung zum Festland in Niedersachsen plant RWE den grünen Strom über das überregionale Übertragungsnetz zum BASF-Standort Ludwigshafen zu leiten. Der Energielieferant rechnet mit einer Kapazität von 2 GW mit der er 7.500 GWh/a grünen Strom erzeugen könnte. BASF will mit dem Strom fossile Energieträger ersetzen und grünen Wasserstoff erzeugen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: BASF)

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